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Konzentration - ein Kinderspiel?

Schön wäre es!  Leider klappt es mit der Konzentrationsfähigkeit nicht immer so, wie es die Eltern sich wünschen. In manchen Bereichen des Lebens entwickeln Kinder eine Konzentrationsfähigkeit, die sich die Eltern auch für die Schule wünschen.

Zuallerst muss die Frage beantwortet, was Konzentration fördert bzw. was Konzentration stört.


Die Konzentration fördern:

Rituale: ein klar strukturierter Tagesablauf gibt eine zuverlässige Orientierung. Feste Zeiten für Hausaufgaben und Lernen, genauso wie für Sport und Spiel helfen dem Kind, seine Zeit zu strukturieren du sinnvoll zu nutzen.

Ein ruhiger Arbeitsplatz: genau wie Erwachsene können sich Kinder besser konzentrieren, wenn das Arbeitsumfeld angenehm ist. Vermeiden Sie Störungen durch Radio, Fernseher, Ablenkungen durch das Telefon usw.

Ordnung beim Lernen: ist der Schreibtisch aufgeräumt, fällt auch die Konzentration leichter. Ablenkungen werden vermieden.

Coaching: helfen Sie Ihrem Kind, indem Sie ihm zeigen, dass man nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun kann. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

Die Konzentration stören:
Schlafmangel:  Kinder und Jugendliche brauchen täglich 9-10 Stunden Schlaf. Gerade in der Wachstumsphase ist diese Ruhephase von großer Bedeutung! 

Reizüberflutung: das Gehirn schaltet ab, wenn es überlastet wird. Fernseh- und Computerbilder, SMS und ICQ bilden ein permanentes Störfeld für die kindliche Aufmerksamkeit.

Einseitige Ernährung: eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung unterstützen die lern- und Konzentrationsfähigkeit des Kindes! Also: Wasser statt Limo, Obst statt Süßigkeiten sind die ersten kleinen Schritte, die Ihrem Kind gut tun.

Überforderung: Die Konzentrationsspanne für Kinder ist relativ kurz. Sechsjährige Kinder können sich für ungefähr 15 Minuten konzentrieren, danach brauchen Sie eine Ruhepause, die aber nicht länger als 5 Minuten dauern sollte. Kinder der 4. Klasse können sich 20-30 min, 12-jährige circa 30 min gut konzentrieren. Dieser Rhythmus von An- und Entspannung ist für das Lernen besonders wichtig. Auch eine schulische Überforderung kann in Konzentrationsproblemen münden!

Pubertät: heute wissen wir, dass sich das gehirn während der Pubertät in einer regelrechten Umbauphase befindet. Unausgeglichenes und sprunghaftes verhalten während dieser Zeit hat seinen Ursprung oft auch in dieser neurobiologischen Umstrukturierung.

Welche Therapien für konzentrationsschwache Kinder gibt es:

Grob dargestellt, lassen sich 3 Gruppen unterscheiden:


1. Ernährungsumstellung: eine Diät mit möglichst wenig Zucker, Lebensmittelzusätzen und Farbstoffen hat schon vielen Kindern geholfen. Ihr Kinderarzt oder ein Ernährungsberater kann Ihnen hier gute Ratschläge geben

2. Medikamentöse Therapie: Medikamente wie Ritalin oder Amphetamine beeinflussen die Hirnchemie des Kindes. Diese Maßnahme wird häufig bei Kindern mit ADS-Syndrom empfohlen. Die Meinungen gehen hier sehr weit auseinander, auch die wissenschaftliche Diskussion wird sehr kontrovers geführt. Bevor Sie zur medikamentösen Therapie greifen, sollten Sie die anderen Möglichkeiten bedacht und vielleicht auch ausprobiert haben.
Letztendlich kann diese Frage nur ein Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychologe klären. Sie sollten sich hier aber grundsätzlich eine zweite Meinung einholen!

3. Verhaltenstraining: Eltern und Kinder können unter fachkundiger Anleitung Strategien gegen mangelnde Konzentrationsfähigkeit entwickeln. Wir gehen mit unseren Kursen genau diesen Weg! Nähere Infos finden Sie auf den folgenden Seiten!

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